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Der Regisseur und Drehbuchschreiber Roger Avary bereitet derzeit die Umsetzung des vor einiger Zeit angekündigten Wolfenstein-Films vor. Verfilmungen von Videospielen sind kein absolutes Neuland mehr für Avery, der schon das Drehbuch für die Leinwandadaption von Silent Hill schrieb. Zudem kennt der die Vorlage: Eigenen Angaben zufolge spielte er schon das allererste Wolfenstein-Spiel auf dem Apple II. Beim später veröffentlichten berühmten 3D-Ableger sei ihm zum ersten Mal die Idee gekommen, das Material filmisch umzusetzen.

Die Vorlage würde die üblichen zentralen Elemente eines „Manner auf einer Mission“-Films a la Das dreckige Dutzend bieten – „viel Zeug in die Luft jagen, Bunker stürmen, Züge zum Entgleisen bringen, Dämme sprengen und Nazis umbringen“ – und dies mit übernatürlichen Elementen kombinieren, was sich auch gut für einen Film eignen würde. Avary möchte dabei die Balance zwischen realistischer Action und den abgedrehten okkulten Aspekten aus den Spielen wahren.

Im Film sollen diverse Schauplätze in Europa abgedeckt werden, zentral soll natürlich das namensgebende Schloss selbst sein. Bei den Schauspielern will er sich größtenteils aus dem europäischen Raum bedienen. Was die Hauptfigur, B.J. Blazkowicz, selbst angeht: Man solle sich nur das Bild auf der Verpackung anschauen, dann müsste einem eigentlich klar sein, wer ihm da vorschwebt, so Avary.

Id Software habe ihm einem Leitfaden zur Verfügung gestellt, in dem geschildert ist, was in der Serie (nicht) erlaubt ist bzw. (nicht) zu ihr passen würde. Darunter sei auch eine Charakterisierung des Helden, der ein Mann der Tat ist, der im Zweifelsfall auch Befehle ignoriert.

Geplant war, dass der Film zum neuen Teil der Spieleserie mit dem Namen „Wolfenstein“ erscheinen sollte. Doch da einiges dazwischen kam, wird der Film wohl noch auf sich warten lassen.

Das Spiel

In „Wolfenstein“ schlüpft der Spieler erneut in die Rolle des amerikanischen Soldaten William „B.J.“ Blazkowicz, der sich gegen die okkulten Experimente des Nationalsozialismus stellt. Neben herkömmlichen Soldaten treten wieder diverse Sci-Fi Feinde wie Mutanten und Monster auf den Plan. Zur Erinnerung: In dem 2001 erschienenen Teil „Return to Castle Wolfenstein“ waren schoneinmal Mutanten mit verstärkten Waffen der Feind. Doch die Krönung war wohl der Endgegner Heinrich I., der durch den Okkultismus der Nazis wiedererweckt wurde und seine Armee der Toten aus dem Grab mitbrachte.

Diesmal haben sich die Nazis die dämonische Veil-Energie zu Eigen gemacht, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Mit ihrer Hilfe lösen die Gegner diverse übernatürliche Angriffe aus.

Doch auch Blazkowicz ist, dank eines magischen Amuletts, in der Lage sich die Veil-Energie zu nutze zu machen. Sie erlaubt etwa eine Verstärkung der Sinneswahrnehmung, Verlangsamung der Zeit (eine Art Bullet-Time) oder die Manipulation der Schwerkraft. Auch diverse Mehrspielermodi sind wieder mit enthalten.

Ein Kommentar

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