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Vordergründlich ward es ruhig um krony.de geworden. Cyberspinnen woben beflissen verworrene Netze, Pixelstaub zierte hochbetagten Content und dahinschmachtende Vergilbung überzog einstigen Glanz und Gloria vergangener Epochen. Indes; von hinten wurd‘ krony(.de) unentwegt gar feste rangenommen. Denn dies Blögchen schweifte von dannen – vom muffigen Land der Piefkes ins drollige Reich der Ösis. Von Host Europe aus Köln zu World4You, ins bilderbuchschöne Linz. Empfohlen und für gut Befunden vom herzallerliebsten Dino 😍😘 – er befahl, ich befolgte devot (für Geld). Zeitgleich vollzog sich die Tilgung des krony.de-Vorgängers KronosNET aka kronos-net.de vom Antlitz des neumodernen Interwebzs inklusive Transfer betreffender Daten ins schnieke, neue Unterverzeichnis krony.de/retro/. Freilich, eine zutiefst unbefriedigende, mittelmehige Lösung; weswegen sie auch nur von kurzer Weile ward: Der Akt der irreversiblen innigen Vereinigung historischer KronosNET-Inhalte in die bestehende WordPress-Installation von krony.de war nur eine Sache der Motivation Zeit gewesen. Und et voilà: Nun stehen die feuchten Ergüsse früherer Tage als altbackenes Archiv gekennzeichnet responsiv und rudimentär wiederaufbereitet der digitalen Nachwelt zur Verfügung – ob sie nun will oder nicht. Hier, guckst du ins KronosNET.

Zeitgleich entriss ein HTTPS-Zertifikat krony.de den schmierigen Klauen der schutzlosen Strichergosse – und katapultierte es verschlüsselt in nunmehr ungleich sicherere Strichergossengefilde (Schlampe bleibt schließlich Schlampe). Durch die im selben Zuge aktivierte HTTP Strict Transport Security (HSTS) ist künftig außerdem gewährleistet, dass moderne Browser – unabhängig von der initialen Eingabe des Benutzers – ausschließlich die HTTPS-Variante von krony.de ansteuern. Klitzekleines Kinkerlitzchen, doch äußerst dienlich. Und dank weiterer mannigfaltiger Erweiterungen in der Apache Konfiguration hinsichtlich Performance und Sicherheit schneidet krony.de beim Mozilla Observatory-Check zwischenzeitlich mit der annehmbaren Note B+ ab. Zum Vergleich: Selbst google.de bekommt lediglich eine lausige D- verpasst.

Doch dies ward mitnichten die Ganzheit jener Dinge gewesen, was dieser elenden Webpräsenz in den vergangenen Erdtagen so hinterrücks eingeführt wurde: Myriaden aufgrund des Umzugs des alten KronosNETs angefallene Krüppel-URL-Schemata aus rundweg prähistorisch anmutenden WordPress-Zeiten der wilden Nullerjahre warteten auf mit viel Liebe zum Detail via Apache mod_rewrite vollführte Korrekturen. Ich zermalmte gnadenlos entbehrliche Schemas, terminierte die hässliche www-Subdomain und vernichtete bis dato existente, optionale Parameter; verbannte sie ins finstre Datennirvana. Selbst aus gefeiten Missgeburten wie der Folgenden werden nun dank gutherziger Schläge und Knorpelgeknicke SEO-freundliche, durchaus betörende, schlechthin adrette URLs geschmiedet: http://www.krony.de/retro/2008/11/endlich-online/?cp=12 (fickklick mich hart). Mehr noch, obendrein galt’s die Innereien des zuweilen recht bestialisch verunstalteten Kronyblogs mit aufopfernder Mühe und sanfter Sorgfalt auszuweiden, sich an gar mancher Anekdote versonnen zu laben und übel schmeckenden Code in sengenden Feuersbrünsten zu bezwungenem Pixelstaub einzuäschern: Krebsgeschwüre verwerflicher Beiträge wurden herausgerissen und per HTTP-Statuscode 410 Gone als dauerhaft eliminiert markiert. Der Taten Lohn: frohlockende Metriken der Google Search Konsole.

Viele feine Feten feiert ferner Googles PageSpeed Insights, initiiert durch perfides serverseitiges Caching. Jedwede jubilierend umherspringende dynamische Seite wird bei Aufruf arglistig aus dunkler Nische heraus niedergeknüppelt, ausgezogen, mit Tape und Fesseln regungslos bandagiert und fortan zu grimmigen Penetrationszwecken ohne Aussicht auf Gnade von User zu User weitergereicht. Aus Dynamik wird Statik; performant zwischengespeichert, minimiert und in ein suchmaschinenfreundliches Korsett gezwängt. Hierzu trägt auch die Ausrottung vom adipösen, schwerfällig schnaufenden Javascriptframework „jQuery“ bei; dieser fette Moloch wurde erschlagen, gehäutet, gevierteilt, zerschnetzelt, zermalmt und in den gierigen Schlund des nimmersatten Papierkorbes gestürzt. An seine Stelle tritt nun ein neuer Führer: VanillaJS. Reines, jungfräuliches, unbeflecktes Javascript. Knabenhaft, reizend, begehrlich und schlank. Regelrecht twinkig. Und verdammt geschwind – krony.de’s Wertung in Googles PageSpeed Insights kratzt regelmäßig an geräteübergreifenden 100 von 100 Punkten.

Und zu guter Letzt lautete die Devise der vergangenen Wochen: Je schwuchteliger, desto gay ass fuck. Mit dem zielstrebigen Reinstecken des massiven Unicode Zeichensatzstandards 9.0 in die engen Emoji-Tabellen von iOS 10 sowie Twitter steht seit Juni 2016 erstmalig einer breit gefächerten Unterschichtmasse das neue Regenbogenflaggen-Emoji 🏳️‍🌈 zur Verfügung. Dieser warme Bastard resultiert aus der unehrenhaften Kreuzung der bis dato unschuldig anmutenden Emojis 🏳 sowie 🌈 – und wird mit dem kommenden Unicode Release 10.0 auch für Android, Windows und Konsorten ausgerollt werden. Anal-og dazu gebar meine Hornykeit die Idee einer Regenbogenflaggen-Emoji-Domain. Emoji-Domains sind – bis auf wenige Ausnahmen – justament nur mit der samoanischen Top-Level-Domain „.ws“ realisierbar; „Ei der Daus!“, kreischte ich daher erregt, „Welch vortrefflich Plan wurd‘ meiner nur gewahr?“; indes: keiner der infrage kommenden deutschen Registrare vermochte mit diesem unerhört neuen #Neuland-Geistesblitz umzugehen. Deutschland in a nutshell. Doch mithilfe des neuseeländischen Registrars iwantmyname gelang letztendlich die glorreiche Besitzergreifung der 🏳️‍🌈.ws-Domain. Deren DNS auf den ebenfalls frisch geklöppelten Webspace bei den überaus töften Jungs von Uberspace verwiesen, folgte dann sogleich die nachhaltige Integration in die Eingeweide der krony.de. Von wo aus die 🏳️‍🌈.ws fortan als Permalink- aka Kurz-URL-Service zu den einzelnen Artikeln fungiert; erpicht darauf, mittelfristig die Weltherrschaft an sich zu reißen und jegliches humane Leben ins Queere zu verkehren. MUHAHAHAHA.

Es tat sich ergo Einiges; das Tschäinschlock der krony.de trieft förmlich aus allen Öffnungen heraus vor furchtbar fruchtbaren Samen – angespornt in dem Willen, künftig in Produktion wirksam wild wuchern zu dürfen. Supergeil. (Und nun – zum Rausschmiss – noch ein inbrünstiges Snowballküsschen an meinen geliebten Tobi 😘, der mich bei all dem treu begleitete und Beistand gewährte).

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4 Kommentare

  1. Tobi
    Schrie

    Mein liebster Krony,
    mich erfreut es zutiefst das du dein altes, ranziges, (vor langer Zeit-schon abgelaufenes und deshalb) stinkendes, lames Konstrukt des Doppel-Blogs beseitigt, dieses Blog somit auf lange Sicht sicherer und bequemer gemacht hast. Schade, dass das gute alte tit.li für deine niederen Zwecke leider nicht mehr ausreicht, die 🏳️‍🌈.ws-Domain deshalb aber umso besser zu deinem immer weiter wachsenden Datenarchiv passt. Ich stehe dir weiterhin gerne mit Rat und Penis Tat zur Seite, egal welch wirre Gedanken oder Fragen dich auch quälen mögen.

    Ich freue mich schon auf weitere, spannende und vor allem auch informative Inhalte auf meinem Lieblings-Blog. Ein ❤️-lichen 😘 zurück an meinen liebsten ❤️-Buben.

    Dein geleibtergeliebter Tobi

    • Krony
      Referierte

      Moin Tobi,

      auf deinem Penis Rat reite ich auch künftig gerne ausgiebig herum, bis du mir wiederholt die letzten Zweifel daran austreibst und ich ihn entsprechend tief in mir aufnehme (und umsetze). So war es immer, und so wird es auch immer sein. Erst ablehnen, dann diskutieren, und letztendlich einsehen 😅 DAS muss WAHRE LIEBE sein 💕💖

      Und he, selbstredend werde ich auch weiterhin Cuntent für dich produzieren; versprochen!

      Dein in dich verknallter Krony 👨❤💋👨

  2. miaumiau
    Flüsterte

    Nachdem ich schon die Notwendigkeit des Verschlüsselten Transports dieser Inhalte irgendwie argumentativ vermisst habe, dachte ich mir als ich beim ditching von jQuery ankam „ohje, da übertreibt mal wieder jemand aus Prinzip, was machen denn die 25kb noch aus“. Siehe da, es ist glatt die Hälfte von dem was dann noch übrig bleibt (zumindest seit du so kompressionsfreudige Bilder verwendet, aber ).
    Auch wenn mich der Kampf um jedes Byte um den Genuss der Ästhetik des Markups bringt muss ich sagen Respekt. Eine sehr konsequent durchgezogene und vorbildliche Philosophie in der Zeit des bloated Web. Noch nie ein so schlankes WordPress gesehen.

    • Krony
      Haspelte

      Und nochmal hallo, Rückschritt aka miaumiau,

      habt Dank für jene warmen Worte; tatsächlich kämpfe ich um jedwedes überflüssige Byte. Selbst jetzt offenbaren sich mir nach wie vor Stellen, an welchen ich ansetzen und Größe sowie Performance der Anwendung weiter optimieren kann. Die nächsten Schritte werden wohl weiteres frontendseitiges Refactoring sowie eine serverseitige Transformation von Apache zu nginx und Einführung vom HTTP/2 beinhalten 👌🏻

      Flinke Grüße, Krony

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