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Positive Flause der Woche 🙂

Jüngst an einem verdorbenen Bahnhof zutiefst bayerischer Provinz: Aufgebrachte Stammtisch-Diskussionen ob des beschlossenen Atomausstiegs herrschen vor. So auch im akustischen Informationsaustausch zwischen mir und meinem Genossen. Es tauchte die berechtigte Frage auf, was mit all den ausgedienten Kernkraftwerken anzustellen sei. Prompt fiel uns ein entsprechender, die Geldkatze des braven Steuerzahlers schonender Lösungsansatz ein: Wir führen alte Atomkraftwerke dem Nutzen der Allgemeinheit zugute. Verwandeln ehemals kapitalistische Großbetriebe in heimelige Kommunen. Es ward die Idee der „Thermonukleare Wohneinheit – Theta-Quadrant, Sektor 13a“ geboren.

Ein Kernkraftwerk als günstige Wohnalternative quasi. Mit allem Luxus gediegener, postmoderner Unterkünfte: So bietet gerade zur heißen Sommerzeit ein mit kristallklarem Wasser erfülltes Kühlbecken einen erfrischenden Kick. Zu tiefes Tauchen sollte allerdings tunlichst vermieden werden.

Kinder spielten auf den öffentlichen Betonplätzen der thermonuklearen Wohneinheit lachend und kichernd Szenen aus StarWars nach. Als Laserschwert dienten altersschwache Brennelemente – mit dem positiven Nebeneffekt, dass diese wirklich realitätsnah leuchteten. Welch Spaß und welch Freud!

Nächster Bonus: Mediterranes Klima inklusive. Aufgrund der prognostizierten Wärmeentwicklung der nach wie vor im Kühlbecken gelagerten Brennelemente wüchsen auf dem Areal im Sommer die exotischsten Pflanzen, derweil die Winter nahezu schneefrei vorübergingen. Mutierte Pikachū-Miezen und an die S.T.A.L.K.E.R.-Zone erinnernde Artefakte rundeten jene einmalige, gesegnete Wohnlage originell ab. Welch geniale Idee 🙂

Negative Flause der Woche 🙁

Dies muss nun einfach mal in das Datennirvana des Netzes hinausposaunt werden: O schnöde Welt, womit hab ich dies grausam Los verdient? Ausgerechnet einer meiner bestaussehendsten (Gemerkt? Ein doppelter Superlativ als Adjektiv, hehe), heißesten und vom Wesen her absolut in den Bann ziehenden Freunde ist überzeugter Hetero. Holde Sehnsucht, entzückend Gelüst – so nah und doch so fern.

Besagte Situation stellt sich in etwa so dar, wie wenn ein herrenloser, goldener Koenigsegg Agera R mit steckendem Schlüssel vor dir auf dem Präsentierteller parkte – und weit und breit befände sich kein Zeuge. Doch zwischen dir und deinem Traumauto stünde ein 12 Meter hoher Elektrozaun mit Stacheldraht, fiesen Reisnägeln, Selbstschussanlagen, blenden Flutlichtscheinwerfern, glitschigen Bananenschalen und Tretminen. Gemeinheit!

Jedoch, so therapier ich mich, ist’s so wohl besser: Beziehungen gehen bekanntlich auseinander, Freundschaften hingegen halten zumeist ein Leben lang. Lieber weniger Spaß auf lange Sicht denn extasischer Genuss für kurze Zeit 😉

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