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Das Zeitalter der Nonexistenz hat begonnen, bringt Schrecken und Leid über meine vergewaltigen seelischen Lande und hüllt mein kindlich Wesen in dunkle Schatten. Sie manifestiert sich in psychischer Leere, formvollendet und bestialisch; ich darbe ob der Knechtschaft ihrer sadistischen Knute. Rein vom gedanklichen Standpunkt – aus metaphysischem Betrachtungswinkel – vermag ich mich dieser Tage weder vor noch zurück, weder rauf noch runter, weder rein noch raus und weder gen linker noch rechter Seite zu bewegen. Die fesselnden Geißeln des eigenen, kränkelnden und ungemein verworrenen Gedankenguts schneiden blutige Striemen in mein eitles Antlitz und ersticken jeglichen Hoffnungsschimmer auf Klarheit sowie Freiheit im jungfräulichen Keime.

Ich stehe still, im Zentrum des ideellen Chaos, im Herzen des konkaven Nichts, am Nabel der Singularität. Krony vegetiert justament einer aller Lebensgeister beraubten menschlichen Hülle, fest dem eisernen Griffe makelloser Leere unterworfen. Mein geistiges Auge schaut weder Schwärze noch Licht, knackige Farben noch schummrige Schemen; es erkennt lediglich seine eigene, glasige und von Leiden gekennzeichnete Wenigkeit in der vergeblichen Suche nach optischen Anhaltspunkten. Kein Geräusch vermag an meine Ohren zu dringen, kein flauschiger Windhauch meine matte, erkaltete Haut zu streicheln. Ich empfinde nichts.

Ein solch leeres Nichts, das ebenjenes – resultierend aus der ungeheuer leeren Leere – paradoxerweise dazu imstande ist, eine neue, undeutliche, wagemutige Form von immateriellem Raum einzunehmen; es gleicht einem erdrückend dichten Nichts, einem unsichtbaren Nebel, welcher Lebensmut und Atem zu rauben vermag. Letzteres wohl dem Mangel imaginären Sauerstoffs gedankt, einer Eigenart vollendeten, blanken Nichts. Ich falle ins Bodenlose, es gibt keinen Halt, kein rettendes Seil, kein Trampolin, keinen abschließenden Grund. Die Psyche ermüdet, der Körper erduldet. Endstation Wahnsinn, Diagnose: Psychose.

Zukunft und Vergangenheit stellten de facto ihr stetes Walten ein, lediglich der Status quo zeugt von geistiger Präsenz respektive marginaler Existenz. Emotionen und Gefühle wurden deaktiviert und hinter unüberwindbaren geistigen Hürden drapiert; keinerlei Empfindung offenbart sich meinem unter markerschütternden Schreien zu Tode gemarterten Herzen, welches sich doch so sehr nach positiven Empfindungen sehnt; keine ehrliche Regung umspielt das von Tränen benetzte Gesicht.

In mir herrscht des Chaos gefürchtetster Kontrahent: Das Nichts.

Und so stehe ich schweigsam bar jeglicher Bewegung. Mein Leben gönnt sich eine Pause, reflektiert und regeneriert. Geist und Körper verharren in eisiger Erstarrung. Abschaltungsvorgang abgeschlossen, Leben unterbrochen, reboot wird in wenigen Tagen initiiert. Bis dahin: Stillstand.

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