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Kaum dem verhassten Zuhause entflohen, stellen sich einem die wahren Herausforderungen des täglichen Lebens entgegen. Steinzeitliche, ursprüngliche Problematiken. Wie die der eigenen Nahrungsversorgung. Wer gerade keinen passenden, aus Fell gefertigten Lendenschurz samt spitzen Speer sein eigen nenne und damit auf die Pirsch zu gehen vermag, muss sich wohl oder übel auf Teufel komm raus nach anderen Essensmöglichkeiten umschauen. Pflückbare Beerenbüsche oder schmackhafte Pilze sind in den heutigen Betondschungeln eher selten anzutreffen, und auch das Kochen an sich stellt für die heutige Generation zusehends eine unüberwindbare Aufgabe dar. Viele sind dafür schlichtweg zu faul und/oder zu untalentiert – à la

Schnubbi, mir ist schon wieder die Salatsuppe auf dem Grill in der Pfanne verbrannt!

Was bleibt, sind labbrige Fertigpizzen. Schön und gut, eine Zeit lang lässt sich damit durchaus annehmbar leben. Doch jeden Monat aufs neue knapp 30 Pizzen kaufen und anschließend entweder halb gefroren oder übermäßig gebräunt zu mampfen, schmeckt auf Dauer langweilig und öde. Selbst Mc Donalds, Burger-Kong und Konsorten vermögen kulinarisch nicht bleibend zu befriedigen. Der Fertigfraß sättigt nicht richtig und lässt mit der Zeit die Geschmacksknospen absterben.

Haut rein!

Die Lösung: Pestostullen. Was du dazu benötigst: Ein Gläschen grünes oder rotes Pesto. Das gibt es in jedem sich Supermarkt schimpfenden Verschlag zu kaufen. Überraschenderweise zumeist in ganz ordentlicher Qualität. Zu deinem Pesto sollte sich dann noch eine Stulle gesellen. Oder ein frisch aufgebackenes Brötchen. Gerne auch ein schon etwas Älteres. Oder ein krosses Baguette, egal was, Hauptsache gebacken und aus Teig.

Nun musst du nur noch mittels eines temporär benötigten Küchenwerkzeuges eben jenes köstliche Pesto gekonnt auf deine vorbereitete Stulle schmieren – und anschließend königlich genießen! Eine deftige Stulle, die sättigt, billig herzustellen ist und kaum Besteck, geschweige denn Geschirr verbraucht – ergo hält sich damit auch der Spülaufwand in Grenzen. Pesto und Brot, mehr braucht der Mensch zum Überleben nicht. Nun ja, Bier vielleicht noch. Und auch wenn sich diese an Geschmacksverirrung grenzende Idee etwas sonderbar anhören mag, deren Resultat schmeckt einfach nur saugeil – und das auch über lange Zeiträume. Überzeuge dich am besten einmal selbst – wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

Ich werde mich auf jedem Fall demnächst erst einmal palettenweise mit Pesto und Stullen eindecken. In diesem Sinne: Wohl bekommts!

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2 Kommentare

  1. Julle
    Laberte

    Ich bin so enttäuscht von dir :O

    30 Pizzen kann man sehr wohl im Monat vertilgen,..und hat nächsten immernoch Hunger drauf und es wird nie langweilig!
    Gibt ja große auswahl 😉

    Bin ya der beste Beweis dafür 😉

    Tata

    • Krony
      Tratschte

      Heul doch!

      Pizzen schmecken schon jepp das stimmt und das kann man auch mal ein halbes Jahr lang durchziehen – ich wohnte ja schon einmal mit einem anderen Typen in einer WG und dort gab es NUR Pizza. Aber … nope … ich bin endgültig auf Stullen umgestiegen 🙂 Außedem klingt PESTO-STULLE tausendmal stranger als Pizza. Schön wärs natürlich, wenn mal jemand eine Pesto-Pizza erfinden würde …

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