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Das Schicksal™; unentwegt gebiert es dieser Tage gar mannigfaltige Chancen und phänomenale Möglichkeiten; erblüht regelrecht im fleißigen Streben, meine Großartigkeit wattesanft einzuflauschen und euphorisch, obschon bedacht, auf Händen gen sub- als auch objektiver Besserung zu tragen. Doch jener süße Quell erquickenden Glücks ist mitneffen ein Geschenk der Götter noch spiritistischer Feen, sondern lediglich die Frucht innerer Einstellung. Die Manifestierung reinen Glücks setzt sich aus Freude und Zufriedenheit zusammen; sinnentsprechend ruht mein eigenes Glück im wahrsten Worte des Sinnes mehr oder minder macht- und hilflos zu meinen Füßen; ich muss, nein, darf lediglich die Hand ausstrecken und aus dem Vollen schöpfen. Mein Glück ist die Konsequenz universeller Besonnenheit Selbstgenügsamkeit – Freude schöner Götterfunken.

So stellte sich mir jüngst ein jungfräulich-gülden schimmernder Euro allererster Güte in meinem Wege; beharrlich erpicht darauf, eine grimmige Reaktion meinerseits herauszufordern. Diese sollte jene Münze zugleich ereilen; ein kurzer Grapscher meiner Griffel; schon durfte ich mich eines ganzen Euros reicher nennen. Doch halte dich fest, werter Leser – denn es kam noch besser: Parallel zog mich unerwartet eine helfende Hand eine weitere schnieke Sprosse der schier endlos lang anmutenden Karriereleiter empor, meinem Gebaren beflissen trotzend; echten Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet. Zudem stolperte ich wiederholt in den beseelten Genuss erfrischender Bekanntschaften und durchlebte gar manch ekstatisch ausufernde Nacht mit und um und um Mary Jane herum. Und all dies bar jeglicher Planung – unverhofft kommt oft. Niveau, weshalb, warum? Schicksal™? Wayne!

Das Schicksal™ gleicht einer günstigen Nutte; fickt es dich in einem Moment ordentlich hart in den Arsch, umschmeichelt es dich im Nächsten erbarmungslos mit massig Liebenswürdig- und Warmherzigkeiten. Sodass bisweilen geradezu ein Erstickungstod ob Myriaden positiver Liebesbeweise besagten Schicksals™ droht; ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Ich feiner Pinkel bin den launisch Launen des Schicksals™ auf Gutdünken heraus vollumfänglich ausgeliefert – und genieße diese emotionale Hassliebe im zunehmenden Maße in vollen Zügen, auch fernab der Deutschen Bahn. Denn Aggression ist bekanntlich die exotische Würze gar inniger Liebhudeleien. Ach Schicksal™, du gewannst mich mit Gewalt, du behältst mich mit Gewalt. Welch Weisheiten du mir im Laufe der Jahre auch zu vermitteln vermochtest, stets galt meinerseits die Prämisse: Willst du faseln, brauch ich Fusel, drum‘ halt‘ die Fresse, sonst gibt’s Saures! Du wiederum kontertest deinerseits zeit meines Lebens mit doppelplusunleeren Drohungen – sprich, Tod und Verderben. Eine Waffe, die Heldentum meinerseits überflüssig machte. Und nun, 2015, liegen wir beide schwitzend und außer Atem ineinander kreativ verknotet verschlungen im Bettchen, küssend, knuddelnd, fordernd, heftig kopulierend. Der Ziellose erleidet sein Schicksal™ – der Zielbewusste gestaltet es – und der Krony degradiert es zur Schlampe. Sei reizend zu deinen Feinden, nichts ärgert sie mehr. Oh ja, naww, ich liebe dich, du hübsch geratene Ausgeburt der Hölle!

Vertonung besagter letzten Wochen

Deep und dirty zu Beginn, pulsierend zum Höhepunkt und wohltuend im Abgang – unbedingt nach Reihenfolge reinziehen:

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