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Existierte größere Freud‘ auf Erden denn verwelkter akustischer Klänge vom endenden Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends, man möge sie mir offenbaren. Denn bis dato ward mir nichts Derartiges gewahr gewesen, und… was? Okay, Spongebob kann ein gleichwertiges Fest der Sinne verkörpern; sicherlich eine unvermutete Ausnahme und… Ben & Jerry’s? Öh, stimmt, dies ruft ebensolches Behagen hervor, aber stellt vermutlich auch nur eine Anomalie… bitte? Blowjobs, Kekse und Star Trek Voyager? Also, genau genomm… Kaffee? Und Regenbögen, Glitzer sowie Einhörner?

IST JA GUT, schon verstanden, es gibt derer gar mannigfaltige Dinge, welche mindestens gleichwertiger, mitunter gar großartigerer Natur denn Musik aus den 90ern sowie der Jahrtausendwende sind. Zur Kenntnis genommen. Und in der Tat ist es gut, dass die Neunziger mit all ihren grausigen Moden, grässlichen Trends, garstigen Serien und gräulichen Stars für alle Zeiten der Vergangenheit angehören (ebenso wie die seichten Nullerjahre); ein Zuviel an Rückbesinnung bedeutete immerhin Stagnation bedeutete evolutionäres Abseits. Auch im Kleinen, auf jedes Individuum, auf dich und mich bezogen. Wohl wahr, alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben. Denn alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude als an der Zukunft hat.

So lasset uns mit den glorreichen Errungenschaften der Gegenwart musikalischen alten Zeiten frönen, ohne Hier und Jetzt oder Zukünftiges aus den Augen zu verlieren. Mit Nutellacroissant, heißer Apfel-Zimt-Latte, Flauschedecke und sattem, einer Bang & Olufsen-Apparatur entstammenden Sound. Im Shufflemodus bitte 😊

Titelbild: „A Little Color“ von „pixel_phil„.

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