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Mal ehrlich: Was ist erhabener als durchtriebener, lusterfüllter Sex? Außer starkem Alkohol und kleinen bunten Pillen? Klar wie Kloßbrühe: Sex mit mehreren motivierten Kompagnons. Und was ist abermals dominanter als prickelnde Dreier und aufregender, mit viel Gelächter untermalter Gruppenbeischlaf? Richtig: Zweifelsohne konsequentes Koitieren mit mehreren Kompagnons SAMT ordentlicher Musikuntermalung dazu. Denn wem vom konventionellen, rhythmischen Haut-auf-Haut-klatsch-klatsch-klatsch-Stakkato samt gelegentlichen Stöhneinlagen die Ohren abfallen, sollte körperliche Begierden künftig mit sanften Sinfonien gar großartiger Künstler vergangener Äonen vereinen. Deren zärtliches Klaviergeklimper und Geigengefiedel verspricht flauschige, tief eindringende, jedoch zugleich von blanker Liebe erfüllte Penetration à la Wolke sieben; klassische Musik ist intensiven, besinnlichen Momenten mehr denn leidlich dienlich.

Massentaugliche Popp-Musik hingegen verleitet primär zur Ausführung der altbewährten Missionarsstellung; vorrangig trivial und ungemein einsteigerfreundlich, je nach Ausstattung und gegenständlicher Variation jedoch mitunter auch angemessen befriedigend – großes Erwachsenenspielzeug vermag körperliche Defizite kompetent auszumerzen. Feuriger Salsasound wiederum bringt exotisch-beschwingten Schwung ins Becken und entfacht dank leidenschaftlicher, natürlicher Rubbelhitze sowohl innen als auch außen eine auch noch Stunden nach vollzogenem Koitus lang anwährende Glut geradezu stoßhaft-südländischen Temperaments. Kirchenchöre und Himmelsgesänge haben dagegen in stark frequentierten Betten postmoderner Menschen nichts zu suchen; sie ertönen bereits Land auf Land ab in allerlei Pfarreien und Abteien in der gut gemeinten Absicht, jungen Knaben die gütliche Liebe des einen wahren Gottes nahezubringen – „Heul nicht, kleine Motte, das muss nun einmal wehtun! Tat es mir anno dazumal ebenso. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des OMG ICH KOMME!“. Ganz anders wildes Treiben zu treibendem Dubstep und donnerndem Techno, welche beide dürstende Öffnungen und deren lüsternen Pedanten vom wummernden Bass getrieben – gar wollüstig benetzt – ausdauernd und viel einstecken lassen; elektronische Melodien transformiert zu reinem Koks für die Muschi, Speed für den Penis; Schnee im Sommer.

Metal lärmt gleichwohl in einer völlig anderen Liga: Die gängigsten Metal-Variationen lehren ungeachtet ihren verruchten Rufes pure Toleranz in Hinblick auf Andersartigkeit und menschlichen Makeln. Fehlgriffe oder gar erektiles Versagen sind sogleich verziehen – oder erst gar nicht bemerkt – wenn von schrammelndem Gitarrengekreische untermalt. Gerade für unerfahrenes und / oder sturzbetrunkenes Feiervolk von großem Vorteil. HELGA!

Wer County hört, greift indes vermehrt zu Lasso und Peitsche; Stuten reiten Hengste, Vollblüter decken Rappen, es wird gewiehert und geschnaubt – eindeutig Geschmackssache, dann freilich dank obligatorischer Pferdeschwänze ungleich ausfüllender – ein Hoch auf 22 Zentimeter Zärtlichkeit. Und aus purer Emotion bestehender Crunkcore respektive expressiver Screamo sorgen bei vaginalen als auch analen Begattungsakten letztlich so lange für fesselnde, unterwürfige wie auch harsch-gebieterische Hingabe, bis sich das nahezu inbrünstig ersehnte Ende alias der gebietende Partner gnädigerweise endlich zu kommen geziemen. Hart an der Grenze zur Folter, aber rückblickend jegliche Triebe stillend. Wenigstens für eine volle Viertelstunde 😉

Doch wie jetzt – bislang vögeltest du bar jeglicher akustischer Untermalung? Ernsthaft? Schämen solltest du dich, du kultureller Banause, du trauriger Tropf. Musik und Sex sind Pflicht. Tu es! Und tut es! Denn die richtige Mukke vorausgesetzt erlangt ihr beiden beziehungsweise alle zusammen nachweislich eine weitaus verheißungsvollere Bett-, Treppen-, Boden- oder Küchentischperformance als mit dem Einwurf Massen lausigen Viagras. Musik mit und um und um Sex herum lohnert sich – und günstiger als anderweitige Aufputschmittel ist’s allemal. Ich bin im Übrigen mehr der Crunkcore-Typ ♥

Lange Rede, wiederholt kein Sinn: Auch zu folgender Mukke fickt’s sich verfickt gut, FUCK YEAH 🙂

Playlist: Beta

Titelbild: „O-Ne:Voxia“ von „Ayatonas„.

2 Kommentare

  1. Domy
    Bemerkte

    Anschreiben erlaubt :*

    • Krony
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      Sehr gerne: *schreib-schreib-schreib-notier-krakel-schreib-kritzel-formulier-schreib-schreib-schreib-protokollier-vermerk-schreib-verfass-schreib-schreib* 😀

      Krony

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