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Der Film

Wir schreiben das Jahr 2003, als ein Thriller von James Mangold, in dem sich unter anderem John Cusack und Ray Liotta einer unbekannten Bedrohung ausgesetzt sehen, in den amerikanischen Kinos die Kassen nur so füllt. Der Film verbindet Elemente des Film Noir mit denen des Horrorfilms. Doch für mich stellt er ein Genre dar, welches eine Idee vertritt, die einfach nur genial ist. Schon Agatha Christie hat in ihrem Kriminalroman „Und dann gabs keines mehr“ die Idee aufgegriffen 10 Personen, die scheinbar nichts miteinander gemeinsam haben nacheinander zu töten. Dieses Phänomen ist faszinierend. Identität ist für mich zusammen mit Butterfly Effect einer der besten Thriller des nun allmählich zu Ende gehenden Jahrzehnts.

Die Handlung

Der Psychiater Dr. Malik nimmt nachts um 0.00 Uhr an einer Eilsitzung mit Richter Taylor und den Bezirksstaatsanwälten teil, um für den zum Tode verurteilten Serienmörder Malcolm Rivers, vor der am nächsten Tag bevorstehenden Hinrichtung, die Begnadigung zu erwirken.

In dieser Nacht kommen während eines Unwetters eine Reihe von Menschen in einem abgelegenen Motel in der Wüste von Nevada zusammen. Wegen des Unwetters kann keiner der Gäste weiterreisen. In dieser klaustrophobischen Atmosphäre kommt es zu einer Reihe von tödlichen Unfällen und Morden. Einer von ihnen muss der Täter oder die Täterin sein. Die überlebenden Personen versuchen, weitere Morde zu verhindern und gleichzeitig den Täter oder die Täterin zu enttarnen, was aber nicht gelingt. Sie finden aber heraus, dass sie alle eine Gemeinsamkeit haben: Sie haben am selben Tag, dem 10. Mai, Geburtstag und ihre Namen sind allesamt nach US-Bundesstaaten benannt.

Der Schauspielerin Caroline Suzanne ist der Kopf abgetrennt worden. Der frischverheiratete Lou Virginia ist erstochen worden. Der angekettete Häftling Robert Maine starb durch einen in die Kehle gerammten Baseballschläger. George York wurde von Larry mit einem Pickup überfahren, als er versuchte, seinen Sohn zu retten. Seine Frau Alice York, die von Ed auf der Straße angefahren worden war, stirbt offenbar an den schweren Verletzungen auf einem der Motelbetten. Sie finden bei allen Opfern Schlüssel mit den Zimmernummern des Motels in absteigender Reihenfolge. Als Lous Ehefrau Ginny Louisiana versucht, sich gemeinsam mit Timothy, dem Sohn des Ehepaars York, mit dem Auto zu retten, explodiert der Wagen. Larry Washington, ein Kleinkrimineller, der sich das Motel vor einiger Zeit angeeignet hatte (und den toten Besitzer in einem Tiefkühlschrank versteckte), wird von Rhodes erschossen. Larry hatte versucht, ihn gemeinsam mit Paris zu überwältigen, weil diese herausgefunden hatte, dass Rhodes auch ein Häftling ist und nicht der Vollzugsbeamte ist, als der er sich ausgegeben hatte, als er mit dem gefesselten Häftling Robert Maine eingetroffen war. Ed Dakota, der als Chauffeur mit Caroline Suzanne eingetroffen war und früher als Polizist gearbeitet hatte, stirbt, kurz nachdem er Rhodes erschossen hat, an dessen Schüssen. Als einzige kann die ehemalige Prostituierte Paris Nevada im Morgengrauen mit dem Pickup den Tatort verlassen, um sich kurz vor dem dreißigsten Geburtstag ihren Traum zu erfüllen: eine Orangenbaumplantage in Florida.

Dr. Malik kann die Beteiligten davon überzeugen, dass die fremden Persönlichkeiten im Körper Malcolm Rivers „hingerichtet“ wurden, und dieser wird begnadigt. Er wird in psychiatrische Betreuung in die Obhut von Dr. Malik überstellt. Auf dem Weg dorthin kann er sich aber augenscheinlich befreien und Malik und einen Aufseher töten. Die Person des kleinen Jungen, Timothy, hat die Gewalt über Malcolm übernommen. Timothy war es auch, der im Motel für alle Toten verantwortlich war. In der letzten Szene sieht man Paris Nevada mit einer Harke am Fusse eines Orangenbaumes. Sie findet dort im Erdreich einen letzten Schlüssel mit der Nummer EINS. Daraufhin wird sie als letzte von Timothy York getötet.

Letztendlich stellt sich heraus, dass keine der Personen real existiert, sondern alle nur gespaltene Persönlichkeiten eines zum Tode verurteilten Massenmörders sind. Quasi im Kopf des Mörders treffen alle gespaltenen Persönlichkeiten das erste Mal aufeinander. Bei deren Interaktion kommt beiläufig heraus, dass jeweils einer der real begangenen Morde im Lebensumfeld jeder der gespaltenen Persönlichkeiten stattgefunden hat. Die Verteidigung des Delinquenten versucht, mit Hilfe eines Psychiaters die multiplen Identitäten zu eliminieren, um auch die Persönlichkeit des Mörders in dem Verbrecher zu zerstören. Schlussendlich scheint dies zu gelingen, jedoch hat eine andere Identität – ein kleiner Junge, der der eigentliche Mörder ist – überlebt und der Häftling, der eigentlich in eine Psychiatrie eingewiesen werden sollte, kann anscheinend entkommen.

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