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Der süße Quell wahren Glückes läge im Streben gen unermesslicher Reichtümer und ewig währenden Erfolgs. Erscholl’s bärbeißig Anfang dieser Woche in trauter, fusel- und tetrahydrocannabinolseliger Runde. Ein bedrückend’ Trugschluss, mich im Folgenden rasender Gedanken gekonnt kontern lassend.

Geld macht glücklich!

Bachweise Reibach, so ward gemunkelt, mache glücklich. Mitnichten! Zwar vermag Bares durchaus im Nu vom Glücke geschwängerte Momentchen zu generieren, jedoch verblassen diese ebenso flugs, wie sie erschienen; der Effekt nutzt sich schlichtweg ab. Und doch scheint’s ungebrochen, das Streben gen höchstem Monetariat. Jedoch: Weniger das Geld an sich verspräche erquickend Glück; vielmehr sei’s die huldigende Anerkennung minder Betuchter. So ward’s trotziger Kleinkinder gleich argumentiert. Persönlich‘ Glück ergötze sich euphorisch am nagenden Aufsehen anderer.

Des Kronys Meinung hingegen erachtet, Geld schaffte falsche Freunde. Gebäre Neid und Eifersucht denn Respekt und Anklang. Erzeuge grausig‘ Ängste. Denn der des güldnen Geldes Thron erfolgreich erklommene, schweifende Blick eines abgearbeiteten Krösus richtet sich fortan nicht mehr nach unten, sondern gen Konto sowie anderer Reiche. Nagende Zukunftssorgen ob wirtschaftlicher Krisen werden geboren. Ängste ob finanzieller Abstürze geschürt. Die schrecklich‘ Furcht vor Verlust allen Besitzes wächst eines haftenden Schattens gleich der Summe empfangenen Vermögens; die fröhlich‘ Unbekümmertheit ist dahin. Wohl wahr, des Geldes kühler Glanz vermag durchaus das Ebnen steiniger Pfade und verkehrt manch mühevoll‘ Situation ins Wohle. Doch – und so sprach’s wohlweislich in tiefsinnigen Momenten gar jeder Reiche – Geld alleine macht wirklich nicht glücklich. Das ist Fakt!

Na gut, aber Erfolg macht Glücklich!

Dann sei’s Erfolg, der glücklich mache; durch stetig‘ Lernen und Karriere. Ein jeder könne nun mächtig sein, alles tun, das Land regieren. Dies schaffe innere Zufriedenheit und ewig während‘ Glück. So ward’s proklamiert. Doch Krony kontert, mehr Überforderung denn Glück resultiere aus dem derzeitigen Gros an Erfolgsstreben und Möglichkeiten. Du seist nicht genug, wird suggeriert, weder dir noch der Gesellschaft. Erreichtest mitunter deutlich mehr. Solltest endlich erwachsen werden. Dürftest weder innehalten noch – o Graus – Zufriedenheit verspüren. Denn andre seien gar noch flinker, ließen dich weit abseits zurück. Nennen massig Geld, Familie und schnieke Wohnung ihr stolzes eigen. Du müssest gleichziehen, du könnest ja. Dir stünden schließlich alle Türen offen. Es gäbe keine Grenzen, andere seien besser, du solltest mehr tun, dich ändern, anpassen, lernen, hetzen. Um letztlich blindlings am eigentlichen Glück vorbeizueilen. Wohl wahr, Erfolg alleine macht auch nicht glücklich. Das ist ebenso Fakt!

Öhm hmkay. Und jetze?

Und nun halte ein und mach dir einmal Gedanken darüber, wie sehr du vielleicht auch in deinem eigenen, geradezu krankhaft krampfhaften Streben gen Erfolg und Geld das eigentliche Ziel vom Glück aus deinem Sichtfeld verlorst.

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