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Sein oder Nichtsein, ist das hier die Frage?

Nun: Es ist sich ob seiner Integrität im Diesseits im höchsten Grade unklar. Analog im Hinblick darauf, wofür es prinzipiell hier auf Erden weilt. Es tastet, tastet, tastet. Und vermag bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine für sich gültigen Argumentationen zur positiven Fortsetzung des wirren Konzepts dieses „Lebens“ darzulegen. Simultan jedoch auch keine dem Widersprechenden – was für sich eine ungemein wertvolle, teuer und gleichermaßen lehrreich erworbene Erkenntnis darstellt. In den Sphären seines Bewusstseins herrscht ergo Gleichstand – und damit Stillstand. Es hält flehentlich Ausschau nach dem obligatorischen Sinne, dem Sinn des Lebens, der elementaren 42. Wobei, nicht dem Ultimativen des Lebens per se (schließlich hieße dies, dass der Existenz jedwede tiefere Bedeutung entbehrte – denn »wüsste« eine Existenz bereits zu Beginn ihrer Existenz ihr Ziel, so entzöge sie sich durch dessen bloße Gegenwart ihre eigene Daseinsberechtigung).

Nein, es sucht die Substanz seiner Gegenwart. Seiner Berufung. Zwar vermochte es sich im Verlaufe der vergangenen Erdbahniterationen Mensch sei Dank seiner selbst gewahr zu werden, doch forscht es weiterhin nach der Essenz seiner Existenz. Es tastet, tastet, tastet. Es kennt nun sich, doch nicht die Ursache seines Daseins. Geschweige denn Wirkung seines potenziellen Handelns auf das vernetzte Gefüge seines umgebenden Ökosystems. Es vergeht regelrecht in Sehnsucht ob all der ungewissen Fragen und Antworten. Ob seiner subjektiven Spiritualität – nicht zu verwechseln mit irrationaler Religiosität. Es gleicht einer vom Kollektiv isolierten Einheit, fernab sämtlicher Heimat, Zugehörigkeit, individueller Harmonie. Ist unruhig, getrieben, betrübt. Berechnet abstrakte Szenarien, erpicht darauf, die nun bevorstehende Gunst der Stunde alias Neuausrichtung seines sinnbefreiten Lebens – Umzug inklusive neuen Quartiers im Lande der Postbajuwaren, neue Lebensabschnittsgefährten, neue professionierte Funktion – womöglich hierauf zu verwenden, inständig erbittete Antworten zu finden. Sich selbst zu finden. Und mit dem Leben an sich, mit seinem Leben, konform Frieden zu schließen. Mentale Freiheit zu erlangen.

Womöglich per beharrlicher Meditation. Via zeitlich ungebundenen Aufenthaltes in buddhistischen Tempeln (lache Er nicht; selbst solcherlei Natur geprägte Erwägungen vermag sich sein getriebenes Wesen derweil intensiv in Betracht zu ziehen). Oder mittels Rucksacktour durch die ursprünglichen Gefilde Nepals und / oder des beschaulichen Königreichs Bhutan. Es tastet, tastet, tastet. Und weiß einfach nicht weiter. Wohl wahr, diesbezüglich ist es entgegen seines sonst so umtriebigen, vorlauten Charakters bar jedweden Rates – was es wiederum seit vielen Jahren exorbitant peinigt. Es entzieht sich seiner Kenntnisse, welch Unternehmungen es bedarf, zu erörtern, wonach es ihm verzehrt. Seine temporär konzipierten Tasks – die der erwarteten neuen Lebensperspektiven – schöben all dies weiter auf; es prokrastinierte wie eh und je, belöge sich selbst, teilte sich weiterhin pejorative Termini zu. Lebte stets ein Leben, welches von seiner Warte betrachtet jegliche signifikante Dimension misste.

Es weiß weder, wohin es gehört. Noch, wofür es lebt. Stattdessen ahnt es, dass die Zeit hinlänglich reifte, um Zelte ab- und selbst aufzubrechen. Fragen zu ermitteln, welche die relevante Suche nach sehnlichst erwünschten Antworten ermöglichten. Es tastet, tastet, tastet. Initiiert initiale Initialisierungen. Bricht auf. Vergangenes verblasst – und die Welt rückt nah.

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