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Shanghai (China) will auf einer vorgelagerten Insel im Jangtse eine neue Stadt bauen, deren CO2-Ausstoß gegen Null geht. Ihren Strom- und Wärmebedarf bezieht sie aus Windrädern, Sonnenkollektoren und Biogasanlagen; Abwasser und Müll werden recycelt. In der Öko-Stadt „Dongtan“ sollen auf einer Fläche so groß wie Manhattan bis zum Jahr 2020 als erstes Planungsziel etwa 80.000 Menschen leben und bis zum Endes des Projekts im Jahr 2050 sogar 500.000.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel in der 86 Quadratkilometer großen Stadt bewegen sich mit Wasserstoff- oder Elektromotoren fort. Luftverschmutzende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sollen vor der Stadt auf einem eigens dafür eingerichteten Großparkplatz abgestellt werden. Auf zahlreichen Kanälen verkehren umweltfreundliche Wassertaxis. Fußgänger und Radfahrer, die ein eigenes ausgeklügeltes Wegenetz erhalten, genießen Vorfahrt. In drei Minuten kann jeder Bürger zu Fuß den nächsten Park erreichen. Halbautomatische Hydrokultur-Ökofarmen auf der Insel liefern laufend frische Lebensmittel. Nachhaltige Hightech-Unternehmen bieten genug Jobs in der Stadt an – der Pendelverkehr zum Festland entfällt. Bereits zur Expo 2010 in Shanghai sollen erste Anfänge als Vorzeigeobjekt zu sehen sein. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt – und trotz weltweiter Wirtschaftskriese wird an der Stadt fleißig weiter gebaut.

Fazit

Nach „King Abdullah Economic City“ in Saudi Arabien und „Masdar“ in Abu Dhabi nun also die dritte Öko-Stadt, die im Arabisch-Asiatischen Raum aus dem Boden gestampft wird. Zukunftsweisende Technologien, Hightech-Unternehmen, breitbandige Internetanschlüsse und eine CO2-neutrale Gesamtbilanz katapultieren diese Städte in die Mitte des 21. Jahrhunderts. Schade, dass Projekte dieser Größenordnung im „alten Europa“ kaum realisierbar sind.

Skyline der Stadtmitte der zukünftigen Stadt Dongtan

Skyline Dongtan Downtown

Großflächige Parks mit vielen Gewässern prägen das Stadtbild.

Großflächiger Park mit Gewässer

Moderne familienfreundliche Architektur in angenehmer Umgebung mit vielen Parks und Gewässern

Moderne familienfreundliche Architektur in angenehmer Umgebung

Traditionelle chinesische Architektur in Symbiose mit modernen Bauelementen

Traditionelle Architektur trifft Moderne

Quelle: Arup | Consulting engineers, designers, planners and project managers

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