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Warnung! Der nun folgende Beitrag beinhaltet keinerlei bedeutende Information. Das Lesen dieses Textes gleicht daher einer völlig sinnlosen, überflüssigen Handlung, die unter Garantie deine eh schon bemerkenswert eingeschränkte Intelligenz beleidigen wird. Das Neuordnen der einzelnen Körner deiner umfangreichen Sandsammlung auf Basis einer mehrdimensionalen Matrix nach Farbe, Alter und Oberflächenbeschaffenheit wird dich im Leben weiter bringen als eben jener Beitrag hier. Aber ich sehe schon, jegliches gut gemeinte Einreden stößt auf Ignoranz. Also dann: Initiiere Schmökervorgang …

Samstagabend, die Sonne versank gerade hinter dem flimmernden Horizont und taucht nun den Abendhimmel in sommerlich-erotische Farben. Es ist mit immerhin noch 25 Grad angenehm warm, die umliegenden Blüten duften verführerisch, derweil die Grillen auf der nahen Wiese eifrig um die Wette zirpen. Auf dem wolkenlosen Himmelszelt lassen sich die ersten diamantenen Sterne erahnen, eine sanfte, streichelnde Brise trägt den würzigen Geruch von lecker gegrilltem Fleisch durch die Nachbarschaft. Und das gekühlte Augustiner Helle trägt seinen Teil zur Perfektion des Momentes bei.

Neben mir sitzt die süße Schwester eines guten Freundes, total verspielt und ein kleines bisschen verrückt. Acht weitere, ebenfalls ziemlich konfuse Personen gesellen sich dieses Abends zu uns, es wird gelacht, gewitzelt und über die gute alte Zeit schwadroniert. Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch. Dolce far niente – das süße Nichtstun. Ich liebe es! Nur ohne Isar – ausnahmsweise.

Nun, unsere eingeschworene Clique existiert bereits seit vielen, vielen Jahren – und an deren Anfänge sich keiner mehr so recht erinnern kann. Ob des Alkohols oder der langen Zeit wegen sei hier mal infrage gestellt. Ja, unsere Gruppe ist außerordentlich gut durchmischt, eine als Mittelmaß definierbare Person kennen wir hier nicht. Wir, das sind eine Menge lebensfroher, schwarzer Metaller, lustige Punks, gechillte Kiffer, ein süßer Schwarzer, ich – der obligatorische Schwule, ein paar hochbegabte Computernerds, ein – leider – hervorragend kochender Koch, der vom Pech verfolgte, aber vogelfreie Vagabund, ein des Lebens glücklicher „Taugenichts„, ein pesudoneureicher Proll und die zur Melodramatik neigende „Mutter der Nation„. Eigentlich fehlen in unserem Kreis nur noch eine durchgeknallte Lesbe, ein strammer Russe und ein wortreicher Anhänger der jüdischen Glaubensrichtung.

Vielleicht sind wir gerade deshalb so offen für Randgruppenwitze. Jeder Einzelne von uns stellt – mehr oder weniger – ein vollwertiges, aber komplett sozialisiertes Mitglied einer oft schief angeguckten Randgruppe dar. Jeder hat seine eigene, skurrile Lebensgeschichte zu erzählen, diverse schwerer Jahre hinter sich und keinen rechten Plan für die Zukunft. Dennoch wage ich zu behaupten, dass wir lustiger unterwegs sind als viele andere. Wir nehmen das Leben mit Humor. Und uns. Denn – seien wir mal ehrlich – über niemanden lässt es sich so gut lachen als über sich selbst. Eines unserer herausragendsten Merkmale ist der Hang zu schlechten Sparwitzen. Billige Witze, die es nicht wert sind, belacht zu werden. Eigentlich. Doch sind sie oftmals so dermaßen miserabel, dass nichts anderes als verzweifeltes Giggeln übrig bleibt. Dazu gesellen sich noch allerhand Witze, die weit unter die Gürtellinie treffen, böse Scherze und die besondere Sorte, bei denen einem das Lachen regelrecht im Hals stecken bleibt. Witze über Juden, Schwule, Pädophile, Katastrophen, Penner, Superman, Chuck Norris und so weiter und so fort. So sitzen wir da also stundenlang in geselliger Runde herum und kichern, grinsen, schmunzeln, lächeln, gackern, lollen, schreien und räuspern uns beschämt. Leeren nebenbei mehrere Kästen Bier – total normal. Außenstehenden mag dieses seltsame Spektakel verrückt vorkommen – wobei, es kommt es einem nicht nur so vor, es IST verrückt. Wir sind verrückt. Definitiv. Einmalig. Und unzertrennlich. Eine feste Clique!

Doch ich will dich nicht länger auf die Folter spannen, sondern verkünde hiermit – mit herausgestreckter Brust und nicht ohne Stolz in der Stimme: Es folgen nun (keineswegs) die hinterhältigsten und bodenlosesten Witze des vorgestrigen Abends! Langweilig, oder? Jetzt darfst du gerne deinen Zorn äußern; diesen Beitrag kommentarisch geißeln und zerfleddern!

Foto: Fotoline / photocase.com

31 Kommentare

  1. Xcyberpet
    Plauderte

    WTF??? wo ist da der höhepunkt des beitrages *heulheul* ;(

    • Krony
      Plauderte

      Nun, ich verlor wohl mitten beim Schreiben das Interesse. Wollte gar ein paar der derbsten Witze anpreisen – doch irgendwie ist heute nicht so mein Tag. Daher deklariere ich den gesamten Beitrag zum Sparwitz. Sparsam mit den Witzen und Selbiges an sich.

  2. xXNorikoXx
    Formulierte

    Ein Wort: BUUUUUUUUUUUUHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH =P

  3. „Deine Mutter ist Geschwister!“ oder ähnliches fehlt eindeutig 🙁

    Ich such noch ein paar miserable Witze, die es nicht mal wert sind gedacht zu werden für mein imaginäres Meisterwerk „Der Witz am Leben“……

    • Krony
      Schrie

      Was ist gelb und kann schießen? Eine Banone!

      Was ist süß und springt von Baum zu Baum? Tarzipan!

      Wie viele Juden passen in einen Aschenbecher? Äh ich meine Auto?

      ↑ Meinst du Sparwitze dieser Art? Derer hätte ich zur genüge ^^

      • Immer her damit 🙂

        Der hier ist sogar so scheiße, die Antwort dazu kommt im Sprechchor mit leichtem Hang zum Pöbel.

        Was ist weiß und fliegt durch die Luft? Die Biene Majo!

        • Krony
          Besprach

          Noch ein Sparwitz: Schwuler im COCKpit: „Gayday, gayday, wir stürzen ab!“ Nach dem Aufprall aus dem Tower, sehr trocken: „Gay over!“

  4. Hyperion
    Plauderte

    ich mag einfach alles was mein gottesbruder schreibt.
    Und ist es noch so ödeee.

    Bruderlieeebeeee
    noch 10 und 40min
    lieb diiiiccchhhhh

    • Hyperion
      Erzählte

      Hyperion (von altgriechisch ὑπέρ hyper „droben“, „drüberhin“ und ἰών ion „der Gehende“), ein griechischer Licht- und Sonnengott, ist als einer der Titanen der griechischen Mythologie der Sohn der Gaia und des Uranos, nach einer anderen Fassung aber Sohn des Titan und der Titäa und somit der Enkel von Gaia.

      bissel Bildung für Euch *gg*

      • Krony
        Tratschte

        Gegenbildung:

        Kronos (griech. Κρόνος) ist in der griechischen Mythologie der jüngste Sohn der Gaia (Erde) und des Uranos (Himmel), Anführer der Titanen und Vater von Zeus. In der römischen Mythologie entspricht ihm Saturn(us).

        • Alles klar Saturn. Erinnert mich grad ganz ganz trocken an diese Mädchenserie damals….Sailor Moon…….die hießen glaube ich auch alle nach den Planeten unseres Sonnensystems…..welche ja wiederum nach römischen Göttern benannt sind.

          • Krony
            Besprach

            Das klingt jetzt ziemlich krass: Aber ich hatte früher Sailormoon geguckt. Jup, geb ich zu. Einfach aus dem Grunde, dass damals nichts Besseres kam und mich die mehrteilige französische Schwarz-Weiß-Dokumentation mit deutschem Untertitel „Das Liebesleben der Blattläuse von Professor Laberquirl aus Hinterfadsöd, Teil I – XXV“ nicht weiter interessierte.

  5. Ich weiß nicht wirklich mehr, ob ichs gesehn hab, sicherlich auch die ein oder andere Folge, aber gehörte definitiv nicht zu meinen Lieblingsserien, kp warum, Vor einiger Zeit wurde ich von ein paar Mädels damit konfrontiert, ob ich die Folgen, die auf Youtube sind, nicht mal runterladen könne…..

    • Krony
      Notierte

      Ich hätte die runtergeladen. Für viel Geld natürlich ^^. Ansonsten gehört Sailormoon jetzt auch nicht unbedingt zu meinen favorisierten Comicserien – keine Sorge!

      PS: Warum sich heute noch die Mühe machen und etwas herunterladen? Wenn doch eh jedes Video und fast jeder Song nur ein paar Mausklicks entfernt liegen und keinen eigenen Speicher verbrauchen?

      • Ganz einfach, weil es Leute gibt, die das mal eben entfernen könnten. Oder jemand hinterm Mond lebt und kein sehr gutes Internet genießt. Keine Ahnung was die dazu antreibt.

        Ich sehe das oft auch schon so, dass ich mir gar nichts mehr runterlade, außer wenn ich was außergewöhnliches finde, um eine Sicherheitskopie zu haben.

        • Krony
          Plauderte

          Sicher, das ist die eine Möglichkeit – Festplatten mit mehreren Terabytes kosten ja schließlich nur noch Peanuts. Aber das knorkige am Web ist doch, dass letztendlich doch die User die eigentliche Gewalt darüber ausüben. Sobald etwas mutmaßlich gelöscht wird – seien es staatliche Institutionen, Großkonzerne oder private N00bs – schwellt die Welle der weltweiten Community zu einem brausenden, unaufhaltsamen Tsunami an. Der entsprechende Inhalt wird dann zu Tausenden auf vielen, vielen Websites online gestellt, jeder Löschvorgang hat drei neue Hochladevorgänge zur Folge. Wie in den letzten Jahren ja mehrmals bewiesen wurde.

          Selbst in Deutschland gesperrte Musikvideos auf YouTube stellen mit den richtigen Webtools kein Problem dar, sie lassen sich jederzeit angucken. Und Clips, die endgültig von YouTube verbannt werden, lassen sich kurz darauf auf unzähligen anderen Portalen wiederfinden.

          Ein Problem haste erst, wenn sich der Platzhirsch Google querstellt und den Content sperrt. Dann sieht es für uns alle düster aus …

  6. Ach nö, die Suchmaschine deines Vertrauens hilft zwar nicht immer und überall, aber es geht, was Youtube und Co abziehn, ist hingegen unter aller Sau, Internet soll einfach sein, ich bin auch nur ein fauler User^^

    • Krony
      Quasselte

      Stimmt. Dafür gibt es allerdings kostenlose Programme wie dem Ashampoo® ClipFinder HD, mit dem du auf deinem Desktop den gesamten Content der 15 größten Videoportale nach bestimmen Begriffen durchforsten, angucken und umwandeln sowie herunterladen kannst. Fauler, als alles mit einem Klick zu erfassen, geht es eigentlich nur noch mittels Gedankensteuerung.

  7. Sidric
    Sagte

    so mag ich das absolut wertfrei
    aber hat spaß gemacht zu lesen

    • Krony
      Schrieb

      Wertfrei, wie immer eben. So bin ich nun einmal 😉

      PS: Wow, du hast deine Zugangsdaten für den globalen WP-Account wieder gefunden? Respekt!

      • sowas notiert man sich und klebt es genau neben die PIN von der EC-Karte ins Portemonnaie.

        • Krony
          Schwafelte

          Die Idee klingt an sich gut – dumm nur, dass ich regelmäßig meine Geldkatze verliere oder ewig nicht wiederfinde!

          • Tätowier dir ne Notiz, wo du sie hinlegst auf den Rücken. Dann brauchst du in Zukunft nur noch 2 Spiegel und wirst sie wiederfinden. Klappt 100%ig. 😀

          • Krony
            Flüsterte

            Gute Idee. Ich könnte mir aber auch einen RFID-Chip implantieren lassen und diesen dann im Notfall mittels Lesegerät auslesen. Niemand kommt auf die Idee, dass du deine Passwörter im Daumen haben könntest …

          • Das wäre dann die allerletzte Notlösung, natürlich könntest du sie genausogut Vater Staat anvertrauen und diesen dann nur kontaktieren, falls du deine Zugangsdaten vergessen hast.

          • Krony
            Verfasste

            Nur, dass ich dann vergäße, wer mein Ansprechpartner beim Vater Staat wäre …

          • Mhm dann verpflichte deinen Ansprechpartner dich einmal täglich zu kontaktieren und dir zu melden, wer dein Ansprechpartner sei.

          • Krony
            Faselte

            Boah klingt das stressig. Ich glaub ich merk mir meine Zugangsdaten einfach weiterhin, bevor ich jemals auf die Idee käme, sie irgendwo niederzuschreiben 😀

          • ich weiß schon gar nicht emhr worum es eig ging….also tu nur was du denkst, wird schon passen^^

  8. Lilli
    Laberte

    Ich komme nicht umhin die äußerst wohlgewählten Worte zu loben – leider von ein paar Rechtschreibfehlern durchzogen.
    Nichtsdestotrotz: sehr stilvoll und beinah poetisch!

    • Krony
      Bemerkte

      Danke danke, dein Lob geht runter wie zähflüssiger Honig 😉

      Die Form der geschriebenen Texte ist abhängig vom Wetter und meiner eigenen Laune. Und Rechtschreibfehler gibt es überall, in etablierten Zeitungen, Magazinen und eben auch hier. Wobei es bei Letzterem einfach daran liegt, dass der Spaß im Vordergrund steht, nicht die Orthografie.

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