👀

Arbeitslosigkeit und Voraussetzungslosigkeit

Wie jeder weiß, gibt es in Deutschland eine relativ hohe Arbeitslosigkeit. Doch gibt es auch Berufe in der Republik, die unter Fachkräftemangel leiden und somit das genaue Gegenteil darstellen. Zwar wird es in naher Zukunft ein wenig anders aussehen, da die Bevölkerung in Deutschland weiter schrumpft und die Menschen immer älter werden, was der Arbeitslosigkeit weiter entgegenwirkt – aber nicht den Mangel an geschulten Fachkräften mildert. Im Folgendem wird ein wenig auf die größten Mängel hingewiesen:

Ärzte

Laut einer vom KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) aufgestellten Studie fehlen bundesweit 3.620 Ärzte – darunter 2.026 Hausärzte, 1.260 Psychotherapeuten und 334 Fach- und Kinderärzte. Andreas  Köhler, Vorsitzender des KBV, sagte dazu jüngst: „Wir müssen den drohenden Ärztemangel als gesellschaftliche Herausforderung begreifen„. Laut dem KBV biete der Arztberuf den jüngeren Generationen kaum Anreize und vor allem in ländlichen Gegenden würden Hausärzte keine Nachfolger finden.

Informatiker

Jeder normale jugendliche Junge (und auch so manches Mädchen) kann ein Computerspiel installieren, die aktuellen Patches downloaden und zocken, das Hintergrundbild des Desktops ändern und vielleicht auch den Bootskin. Aber sobald wirkliche Probleme auftauchen, wird es kompliziert und IT-Berufe, in denen auch noch Kenntnisse in Programmiersprachen wie C/C++, Delphie oder Pascal Voraussetzung sind, scheiden als mögliche Berufswahl aus. Es fehlt immer noch sehr vielen Unternehmen an IT-Fachkräften – und dass in einer modernen Zeit, in denen Computer immer wichtiger werden. Eine kleine Grafik zeigt das noch besser als 1.000 Worte:

Statistik zum Mangel an ITfachkräften

Lehrkräfte

Bei Lehrkräften ist im Vergleich zu anderen Berufen der größte Mangel. Wenn man den Prognosen Glauben schenken darf, fehlen bereits 2015 74.000 Pädagogen in Deutschland. Diese Zahlen sind wahrlich alarmierend, denn ohne Lehrer keine Schulen und ohne Schulen keine Bildung. Momentan versucht man dies auszugleichen, indem man Abiturienten und minder qualifizierte einsetzt, in der Hoffnung, sich damit retten zu können. Im Endeffekt bringt das aber kaum etwas, da die besagten Leute nicht wie ausgebildete Lehrer agieren und der Unterricht somit in einer vertretungsstundenähnlichen Wiederholungsstunde endet.

Lehrergrafik

Kommentieren beendet 😝