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Dark City ist meines Erachtens einer der besten Psycho-Thriller der letzten Jahre und darf im gleichen Zuge mit Filmen wie 12 Monkeys, Equilibrium oder V wie Vandetta genannt werden. Leider kennt nur kaum einer diese Film-Perle – doch das soll sich eben mit den folgenden Zeilen ändern:

Gescheitertes Experiment

J.Murdock (Rufus Sewell) wacht in der Badewanne eines heruntergekommenen, spärlich beleuchteten Hotelzimmers auf – und weiß nicht, wieso. Er kann sich an gar nichts mehr erinnern, weder wie er hierher gekommen ist, noch an seinen Namen und vor allem nicht an die tote Frau im Nebenzimmer. Schon kurz nachdem er aus der Wanne ausgestiegen ist klingelt das Telefon. An dessen anderen Ende meldet sich ein mysteriöser Dr. Daniel Schreber (Kiefer Sutherland) und teilt ihm mit, dass ein Experiment schiefgelaufen sei und bereits Leute auf dem Weg sind um Murdock zu verhaften. Er flieht darauf sofort aus dem Hotel und tauch in der dreckigen, dunklen Stadt unter. Kurz darauf besucht er die Frau, mit der er angeblich verheiratet ist – sie erzählt ihm wesentliche Bestandteile aus seiner Vergangenheit, die Murdock jedoch nur noch mehr verwirren.

Schließlich erfährt Murdock, dass er polizeilich wegen mehrfachen Mordes gesucht wird – er kann sich beim besten Willen nur an nichts erinnern. Mit großem Entsetzen erkennt er dann auch, dass Punkt zwölf in der Nacht alle Menschen wie in Narkose umfallen, das Leben zum erliegen kommt und sich große Teile der Stadt wie durch Zauberhand bewegen und verändern. Während Murdock im weiteren Verlauf versucht, die seltsamen Vorgänge zu verstehen und seine eigene Identität und Vergangenheit zu klären, wird er immer mehr in die surreale und psychotische Enge getrieben, denn plötzlich sind nicht nur die städtische Polizei, sondern auch mysteriöse, bleichen Personen hinter ihm her, welche ihn aus für ihn unerklärlichen Gründen durch die Stadt jagen.

Surreales Wirrwarr

Murdock stellen sich immer mehr Fragen, das Gewirr aus Wahrheiten, Vermutungen und Geschichten wird zusehends komplexer – es scheint, als lasse es kein Entkommen zu. Warum herrscht in Dark City immer Nacht, wieso bleibt die Stadt täglich um 24 Uhr stehen und warum nur kennt jeder Einwohne Shell Beach – Murdocks Heimat – aber dennoch weiß niemand, wie man dorthin kommt? Und wieso ist Murdock der einzige, der sich eben diese Fragen stellt? Fragen über Fragen, welche ihn schrittweise und über viele Sackgassen auf ein Geheimnis zuführen, welches seine schlimmsten Ahnungen bei weitem übersteigt.

Dark City ist ein sehr düsterer Film und präsentiert die Zukunft der Welt als sehr kaputte und einengende Version. Diese düstere und dichte Atmosphäre, bleiche, unbekannte Gestalten, welche scheinbar aus dem Nichts auftauchten, viele bizarre und geradezu verstörende Bilder, welche lange Zeit ihre Erklärung schuldig bleiben und ein hin-und-her gerissener Hauptdarsteller, der immer mehr in Bedrängnis gerät, fügen sich zu einer intensiven, spannenden Mischung zusammen, die absolut packt.

Fazit: Unbedingt kaufen!

Dark City hatte es beim Erscheinen 1998 sehr schwer an den weltweiten Kinokassen – trotz zahlreicher Auszeichnungen und Preisen – mauserte sich aber über die Zeit bei der eingeschworenen Fangemeinde zum absoluten Kultfilm. Jedoch ist dieser Film bei weitem keine leichte Kost, und trotz des erklärenden Spoilerintros kriegt man wohl erst beim zweiten Durchgang alle Wendungen und Hinweise mit. Dennoch, dank dichter Handlung, ausgezeichneten Schauspielern und einer perfekt ausgearbeiteten Welt (Viele Teile des Filmsets wurden übrigens für den Dreh des ersten Matrix-Films wiederverwendet) überzeugt Dark City absolut, und mit der sehr gut inszenierten Noir-Detektiv-Story wird verdeckt, aber dennoch geschickt an das eigentliche spannende Geheimnis der dunklen Stadt herangeführt. Wer sich darauf einlässt, erhält dichte Science-Fiction-Kost vom feinsten, die man nur selten findet. Trotz des recht positiven Endes bleibt man noch lange an der Story hängen; Sie regt zum Nachdenken an.

Intensive Minuten

Hier zur Einstimmung die ersten 7:45 Minuten aus Dark City – Im englischen Originalton:

5 Kommentare

  1. Hmm ,
    sieht ja echt interessant aus ,kommt vom Style ein wenig wie „Sky Captain and the World of tomorrow“ rüber ,aber trotzdem könnte er mir sehr gut gefallen ,da Equilibrium mein absoluter Lieblingsfilm ist und ich sehr gerne SciFi-Filme gucke.

    MfG

  2. Anstecknadel23
    Tratschte

    „…darf im gleichen Zuge mit Filmen wie 12 Monkeys, Equilibrium oder V wie Vandetta…“ Na na na, also mit 12 Monkeys geh ich ja noch mit, aber Equilibrium und V wie Vendetta??? Das mindert Dark City ganz schön. Da empfehl ich dir noch die Urgesteine wie Soylent Green udn 1984, die Verfilmung von 1984. Da kommt noch mehr schicke Dystopie rüber 😉

  3. Antwort auf Anstecknadel23s Kommentar –

    “…darf im gleichen Zuge mit Filmen wie 12 Monkeys, Equilibrium oder V wie Vandetta…” Na na na, also mit 12 Monkeys geh ich ja noch mit, aber Equilibrium und V wie Vendetta??? Das mindert Dark City ganz schön. Da empfehl ich dir noch die Urgesteine wie Soylent Green udn 1984, die Verfilmung von 1984. Da kommt noch mehr schicke Dystopie rüber

    Hm die Lobeshymnen bezogen sich weniger auf die jeweilige Story der Filme als auf die einmalige, depressiv-beklemmende und zum nachdenken anregende Stimmung. Solche eindrucksvollen Athmosphären können nur die wenigsten Filme erschaffen – unter anderem lässt sich darunter noch Donnie Darko aufführen.

  4. Xcyberpet
    Äußerte

    ich habe mir mal den film angeguckt, sehr interesant 😀

  5. Hans_am_Grill
    Besprach

    Antwort auf Hans_am_Grills Kommentar –

    Hmm ,
    sieht ja echt interessant aus ,kommt vom Style ein wenig wie “Sky Captain and the World of tomorrow” rüber ,aber trotzdem könnte er mir sehr gut gefallen ,da Equilibrium mein absoluter Lieblingsfilm ist und ich sehr gerne SciFi-Filme gucke.
    MfG

    Nja ,war jetzt nicht so mega angetan von dem Film ,da die Qualität nicht so umwerfend war ,aber mal eine recht interesante Story ,würde den aber nur ungern ein 2.Mal angucken.

    Lief gestern auf Pro7 wenn ich mich nicht irre.

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