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Chóngqìng, am schnellsten expandierende Stadt Chinas und bevölkerungsmäßig nach Tōkyō größte Agglomeration der Erde, wächst derzeit jährlich um weitere 750.000 Einwohner an. Zum Vergleich: Frankfurt am Main verfügt gegenwärtig über eine Stadtbevölkerung von cirka 680.000. Aufgrund der weltweit einmaligen enormen städtischen Entwicklung widmete ich Chóngqìng bereits im September 2011 ein smartes Portfolio.

Fakt ist: Diese postmoderne Stadt platzt aus allen Nähten. Erst ein gewiefter Blick in Google Earth lässt die unglaubliche Explosion der Megastadt erahnen – Landstriche, welche noch vor zehn Jahren grün und unberührt ruhten, liegen heute im urbanen Zentrum dieser pulsierenden Metropole. Satellitenstädte, Hochhäuser und Autobahnen sprießen wie Pilze aus dem fruchtbaren Boden in und um Chóngqìng herum.

Doch Chóngqìngs Erbauer stehen ob fehlender ausländischer Anerkennung vor einer gewaltigen Herausforderung: Wie nur lässt sich der bis dato noch relativ unbeeindruckten westlichen Welt am deutlichsten aufzeigen, wer hier nun den Längsten und Größten hat? Der Bau eines einzelnen Burj Khalifa-Verschnitts reichte hierzu bei Weitem nicht aus, ebenso wenig architektonisch gewagte öffentliche Einrichtungen respektive Konstruktionen. Nein, was dieser Stadt derzeit noch fehlt, ist ein ultimativer, einprägsamer, aus der Skyline herausstechender Hochhauskomplex der Superlative. Imposant, geschwungen, leicht und lichtdurchflutet – und dennoch aufregend modern. Architektonische Verkörperung eines selbstbewussten, stolzen Chinas. Bestenfalls an einer einsichtigen, markanten Stelle Chóngqìngs. Der Spitze der innerstädtischen Halbinsel am Zusammenfluss der beiden Ströme Jangtsekiang und Jialing. Name dieser Vision: Chongquin Chaotianmen.

Nun denn. Besagtes Stadtgelände sieht bis dato wie folgt aus:

Und so wird sich Chóngqìng der Welt zukünftig präsentieren:

Bääm, nimm dies, Welt! Der von Safdie Architects entworfene Komplex wird die Stadt für läppische 3,1 Milliarden US-Dollar um stolze 817.000 Quadratmeter Wohn-, Park- und Bürofläche bereichern. Die beiden größten Türme messen 358 Meter, umgeben von vier kleineren Türmen mit 248 Metern und zwei weiteren, jeweils außen platzierten Gebäuden. Die vier Mittleren sollen zudem von einer nicht allzu überraschenderweise – da vom selben Architekturbüro entworfenen – an das Marina Bay Sands in Singapur erinnernden Plattform mit Parks und Pools gekrönt werden – inklusive Anschluss an die beiden höchsten Gebäudetrakte.

Doch genug der wirren Worte und starren Bilder – verschaffe dir doch selbst einen ersten bewegten Eindruck von Chóngqìngs zukünftigem Tor in die moderne Welt:

Video putt? Dann mich bitte hier kurz informieren – danke!

Fotos: Safdie Architects.

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