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Seit Wochen nun läuft wieder einmal die unendliche „Killerspiele„-Debatte in Deutschland. Natürlich dreht sich ein Großteil der Diskussionen um eine weitere Verschärfung des Jugendschutzgesetzes – obwohl Deutschland bereits eines der strengsten der Welt besitzt. Und die obligatorische Mutter aller Killerspiele ist auch in diesem Fall wieder einmal Counter-Strike. Wir erinnern uns: Anno 2002, kurz nach dem dramatischen Amoklauf in Erfurt, erklärten die Medien Counter-Strike als Ursache der Tragödie. Denn der Amokläufer war ein „besessener Counter-Strike-Fan„.

Ganz Klar: CS ist schuld!

Seitdem hat sich der beliebte Online-Shooter als das absolute Erklärungsmuster für Amokläufe in den Köpfen der meisten, leider völlig unwissenden Journalisten und Politiker fest etabliert. Die Tragödie von Erfurt? Na klar, Counter-Strike ist schuld! Die Bluttat von Emsdetten? Wegen Counter-Strike! Das Verbrechen in Winnenden? Durch Counter-Strike! Diese einseitige Berichterstattung der Medien und die Uneinsichtigkeit der deutschen Politiker lässt viele Spieler nur noch verständnislos den Kopf schütteln. Dass weltweit Millionen Jugendlicher und Erwachsener Counter-Strike spielen, der Erfolg in dem Spiel von Taktik, Kommunikation und Teamfähigkeit abhängt und Shooter beziehungsweise Computerspiele im allgemeinen mittlerweile zum Kulturgut gehören, wird dabei gerne übersehen oder erfolgreich verdrängt.

Das Fass ist voll

Dem norwegischen Modder „Souldesign“ ging diese seit Jahren anhaltende Killerspiele-Hysterie auch entschieden gegen den Strich, und so erstellte er mittels eines Mods ein kinderfreundliches, schönes und vor allem braves Counter-Strike: Cartoon-Strike. Die Grundstruktur des eigentlichen Shooters bleibt auch weiterhin vorhanden, es kämpfen wie gewohnt Terroristen gegen die Antiterroreinheit, auch die verschiedenen Spielmodi existieren weiterhin. Doch anstatt der normalen MP5 oder der Dessert Eagle kämpft der Spieler mit quietschbunten und neonfarbenen Waffen oder einer zur Pistole geformten Kinderhand. Auch das allseits beliebte Messer wurde ausgetauscht – anstatt einen Gegner heimlich von hintern abzustechen, zieht der Spieler ihm einen alten Fisch über den Kopf.

Honk! Einer weniger …

Die Spieler selbst tragen dabei nicht die gewohnte Counter-Strike Kampfmontur, sondern schlüpfen in farbenfrohe Outfits wie dem Spiderman-Kostüm. Hintergrundgeräusche und Sounds wurden ebenfalls entschärft, auf den „Schlachtfeldern“ von dust2 oder aztec ertönen fröhliche Spielzeughupen, ploppende und rasselnde Geräusche oder eine süße Kinderstimme aus dem Hintergrund, die „Piu! Peng! Bang!“ sagt.

Ausprobieren lohnt sich!

Wenn selbst DIESER sarkastische Counter-Strike-Mod die Gemüter der breiten „Anti-Killerspiele-Front“ nicht beruhigen kann, dann ist guter Rat wirklich teuer. Einen Blick auf Cartoon-Strike zu werfen lohnt sich auf jeden Fall, der Mod macht wahnsinnig Spaß und bringt einen durch eine Vielzahl an skurrilen Situationen zum Lachen. Selbst eingefleischte Counter-Strike-Profis können ihn gerne einmal ausprobieren, schließlich wurde an dem ausbalancierten Spielverhalten und der Grundstruktur rein gar nichts verändert!

Hier kannst du den Mod kostenlos herunterladen – Viel Spaß!

2 Kommentare

  1. Pingback: talk jugend » : Wir müssen Killerspiele verbieten, um unsere Jugend zu schützen!

  2. milan
    Formulierte

    es ist geil bestimmt ich kenn das von mein freund

Kommentieren beendet 😝