%

Für viele naturwissenschaftlich interessierte Menschen stellt die Astronomie ein sehr interessantes und – verbunden mit der Physik – sehr kompliziertes Themengebiet der Naturwissenschaft dar. Während der Schulzeit wird hingegen nur an der Oberfläche der Astronomie gekratzt und man erfährt ein bisschen was über Planeten, Sterne, Kepler und Teleskope. Doch interessante Dinge, wie Neutronensterne, Pulsare, Magnetare, Supernoven, schwarze Löcher, und Co werden nur beiläufig erwähnt. Das ist ziemlich schade, denn nicht nur Stephen Hawking und Harald Lesch erforschen den Sternenhimmel. Natürlich ist so ein Blick in die Sterne etwas wundervolles, doch macht sich schlecht, wenn man kein eigenes Teleskop hat, oder dieses eher primitiv ist. Doch damit ist Schluss. Im 21. Jahrhundert kann man nun endlich auch virtuell in die Sterne schauen, ich zeig euch mal wie:

Google Sky

Seit kurzem erlaubt Google Earth nicht nur den Blick auf die Erde, sondern auch den Blick von der Erde in den Weltraum. Die Anwendung Namens „Google Sky“ wurde in Google Earth integriert und enthält Daten zu mehr als 100 Millionen einzelnen Sternen und 200 Millionen Galaxien. Klassische Sternbilder werden dazu in hochauflösenden Bildern gezeigt, die Beobachtungssonden oder Weltraumteleskope aufgenommen haben.
Nutzen kannst du die neue „Sky-Funktion„, in dem du im Menü Ansicht auf zur Weltraumansicht (Sky) wechseln klickst oder einfach auf die neue Schaltfläche Himmel klickst. In der Weltraumansicht erhältst du über das Anklicken von Symbolen weitere Bilder und interessantes Hintergrundwissen.
Leider sind aber bis auf die Überschriften noch fast alle Erklärungen in Englisch. Bezogen werden Bilder und Texte über das Weltraumteleskop Hubble beziehungsweise der englischsprachigen Webseite www.hubblesite.org.
Ältere Versionen von Google Earth musst du aktualisieren, um Google Sky nutzen zu können. Klicke dafür über das Menü „Hilfe“ auf „Auf Online Updates prüfen„. Danach folgst du den Anweisungen und das Programm wird auf die neueste Version aktualisiert. Sofern du Google Earth noch nicht hast, es aber testen möchten, kannst du es kostenlos herunterladen.

Hier gibt es auch eine Browserversion von Google Sky.

Google Moon und Google Mars

Natürlich sollte es nicht nur bei dem blauen Planeten bleiben. Teilweise kann man sich nun auch Aufnahmen vom Mars und vom Mond im Browser ansehen.

Stellarium

Mit Stellarium kann man sich zu jedem beliebigen Ort auf der Erde und für jede beliebige Uhrzeit die Konstellation der Sterne anzeigen lassen. Die auf OpenGL basierende Freeware besitzt mehrere Einstellmöglichkeiten, eine davon etwa ermöglicht das Anzeigen der Sternbilder.

Hier geht es zur offiziellen Seite.

NASA World Wind

NASA World Wind ist eine Open Source Software, die es ermöglicht, Satelliten- und Luftbilder auf einem virtuellen Globus kombiniert mit Höhendaten anzuzeigen und jeden beliebigen Ort der Erde in 3D-Grafik heranzuzoomen und frei von allen Seiten zu betrachten. Die Software wurde im Herbst 2004 unter der freien „NASA Open Source license v1.3“ veröffentlicht.
Das Programm verfügt auch über umfangreiches Kartenmaterial für den Mond, Mars, Venus und Jupiter.

Hier gehts zur Webpräsenz.

Celestia

Celestia ist ein 3D-Astronomieprogramm für Windows, Mac OS X und Linux; entwickelt von Chris Laurel. Es ist Open Source und GPL-lizenziert. Seit dem 20. Oktober 2008 gibt es auch ein portable Version von PortableApps. Wie auch für die Standard-Version gibt es auf der deutschen Celestia-Website ein deutsches Sprachpaket für die Portable-Version.
Das Programm erlaubt es Benutzern, Objekte in der Größenordnung der Internationalen Raumstation bis hin zu Galaxien wie der Milchstraße dreidimensional zu simulieren. Das Programm benutzt OpenGL als 3D-Bibliothek. Anders als normalerweise bei Planetariums-Software ist der Benutzer in der Lage, sich frei durch das Universum zu bewegen.
Die NASA und die ESA haben das Potential von Celestia erkannt und es für eigene Demonstrationszwecke benutzt. Nicht mit Celestia zu verwechseln ist dabei das ESA-eigene Programm Celestia 2000. Die ESA verwendet Celestia inzwischen in einem eigenständigen Programm (Space Trajectory Analysis) zur Analyse, Simulation und Visualisierung von Flugbahnen.

Celestia könnt ihr euch hier herunterladen.

Red Shift

Doch das wohl Nonplusultra der Astronomieprogramme stellt Red Shift dar. Ist zwar auch etwas kostspielig, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Mit Red Shift ist es möglich, weit, weit in das Universum und zu jeder Zeit einzutauchen. Der Sternenhimmel wird von jedem beliebigen Standort im Universum visualisiert.
Wolltest du zum Beispiel schon immer mal wissen, wie die Sterne bei deiner Geburt standen und der Blick vom Mond auf die Erde war? Dann ist Red Shift genau das Richtige!

Hier geht es zur Homepage von Red Shift.