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So schön das kreative Experimentieren mit aktuellen Webtechnologien à la Canvas, HTML5 und CSS3 auch sein mag – es gilt nach wie vor zu gewährleisten, dass Webpräsenzen auch für von Webentwickler tendenziell ungeliebte Benutzer älterer Browserversionen bedienbar bleiben. Und genau in diesem Punkt bereiten nicht nur rückständige Internet Explorer-Versionen üble Kopfschmerzen, sondern durchaus auch betagte Ausgaben von Mozillas Firefox, Googles Chrome, Apples Safari sowie dem norwegischen Browserurgestein Opera.

Nun böte aber beispielsweise der aktuelle Internet Explorer 9 mithilfe der Entwicklertools das Rendern einer Website mit Technologien älterer Internet Explorer-Varianten an – allerdings mehr Recht als schlecht. Manche der alten IE-typischen Darstellungsfehler werden in diesem Pseudo-Retro-Modus nicht berücksichtigt respektive schlichtweg falsch – beziehungsweise eigentlich zu korrekt (!) – dargestellt. Auch alternative Sammelsurien älterer Internet Explorer wie der IETester, welcher die Versionen 5.5 bis 10.0 unter einer Oberfläche vereint, verhalten sich nicht unbedingt wie die originalen Pedanten besagter Versionen. Optimieren ist hier also Glückssache.

Doch es existiert funktionale Abhilfe. Etwa in Form des ultimativen Browser-Archivs von evolt.org. In dieser leider etwas unübersichtlichen Mutter aller Sammlungen findest du so ziemlich alle Versionen jedes jemals veröffentlichten Browsers als kostenlosen Download vor. Selbst wenn der Herausgeber eines Browsers noch so exotisch oder die gesuchte Versionierung noch so antik sein mag – hier wirst du unter Garantie fündig.

Und dann gibt es da noch die duften Internet Explorer- sowie Mozilla Firefox-Kollektionen von finalbuilds.com. Beide Pakete bieten dir während des Installationsprozesses das Anwählen jeder veröffentlichten Hauptversion des jeweiligen Browsers an. Aktuell also von Mozilla Firefox 2.0 – 15.0 und Internet Explorer 1.0 – 8.0. Diese werden dann parallel installiert, ohne deine eventuell bereits vorhandene Installation vom Internet Explorer oder Firefox zu beeinträchtigen. Und das im vollen Funktionsumfang. Der Traum aller Browseroptimierer – und Nostalgiker. Denn schließlich lässt sich sogar unter Windows 7 64bit ein funktionsfähiger Internet Explorer 1.5 von anno 1995 einrichten.

Wenn du also erpicht darauf bist, Webprojekte für alle gängigen Browser und deren Versionen zu optimieren – oder dich die Neugierde ob der rasanten Weiterentwicklung diverser Webtechnologien packte, wirst du bei evolt.org sowie finalbuilds.com bestens bedient 🙂

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3 Kommentare

  1. Prosti95
    Verbalisierte

    Chrome bringt sich doch automatisch beim schließen auf den neusten Stand….
    Verstehe nicht dass das nicht schon längst alle Browser machen…. 🙂

    • Krony
      Verbalisierte

      Hey Nick,

      das weißt du doch eigentlich selber. Es gibt mehrere Gründe, warum sich die meisten Browserhersteller bislang weigern, eine entsprechende Funktion in ihre Browser zu integrieren. Zum einen will man dem Browserbenutzer selbst überlassen, seine Software zum für ihm günstigsten Zeitpunkt zu aktualisieren – auch wenn das viele Endbenutzer schlichtweg nicht machen respektive nicht wissen, wie und dass sie das machen sollten. Eine automatische Update-Funktion risse dir hier außerdem nur ein weiteres Stück deiner Macht über deinen eigenen Computer aus der Hand.

      Und zum anderen existieren gerade in vielen großen Unternehmen und Konzernen Hürden, die die regelmäßige Aktualisierung von Browsern – insbesondere des Internet Explorers – unterbinden. Viele Programme und Intranet-Anwendungen werden auf Basis einer bestimmten IE-Version programmiert und optimiert. Eine Aktualisierung des Browser könnte hier aufgrund auftretender Kompatibilitätsproblemen ganze Unternehmensabteilungen lahmlegen. Hinzu kommt noch, dass Browser-Updates teilweise auch vom Betriebssystem abhängig sind. Da Windows XP noch weit verbreitet ist und die aktuellen Internet Explorer 9 sowie 10 auf diesem System nicht mehr laufen, können diese Browser schlichtweg nicht aktualisiert werden. Und wenn du nun konterst, dass die Arbeitnehmer auf ihrem PC dann einfach einen alternativen Browser installieren sollten, muss ich dir leider mitteilen, dass das in den meisten Fällen nicht möglich ist. Hier fehlen oftmals die Benutzerrechte, um einen anderen Browser überhaupt installieren zu können. Ganz abgesehen davon, dass dieser Vorgang häufig vertraglich untersagt ist, da die gesamte Softwarepalette der PCs zentral über einen Server der IT-Abteilung gewartet und ggf. aktualisiert wird.

      Du siehst – das alles ist gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Bleibt wohl nichts anderes übrig, als auch in Zukunft Broweroptimierungen auszuführen. Immerhin fiel mittlerweile größtenteils der steinzeitliche Internet Explorer 6 von der Anforderungsliste neuer Weprojekte, FUCK YEAH 🙂

      LG, dein Krony

  2. Prosti95
    Faselte

    Ich denke die meisten der von dir genannten Szenarios sind nicht unbedingt innerhalb deiner Zielgruppe…. 😀

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