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krony.de feiert 7,7884-jähriges Jubiläum – und gedenkt dieses denkwürdigen Tages gedanklich weit dankbarerer Tage. Es ward im Mai 2006 gewesen, da erblickte die unsinnige Domain www.kronos-net.de frisch der jungfräulich-engen Muschi Kronys naiver geistiger Wenigkeit entschlüpft das diffus regenbogenfarbig anmutende Licht des digitalen Datennirvanas der wilden Nullerjahre. 7 Jahre, 9 Monate und 14 Tage später pumpt das wackere Herzchen dieses unschuldigen virtuellen Kindes weiter fleißig Nullen und Einsen durch die geschundenen Methoden und Klassen jenes zierlichen Körpers, gebettet im kuscheligen Flausche einer wohlerzogenen, niedlichen WordPress-Inkarnation.

Wie ich anno dazumal einfach nicht Hauch eines Planes von der Materie dieses sagenumwobenen, neumodernen Internetzes besaß. Professionelle Webentwicklerumgebungen sowie HTML-, CSS- und Javascript-Kenntnisse? Pustekuchen, unbekanntes Terrain, fremdartig wie das weibliche Geschlechtsorgan. ISDN, GIMP und der öde Windows-Texteditor stellten die höchste Manifestation euphorischer Gefühle dar; Know-how in JAVA, PHP, MySQL, JSP, HTML5, CSS3, Javascript, Photoshop & Konsorten galt sich es erst allmählich mit mühseliger Freizeitaufopferung anzueignen. Dass ich momentan als Softwareentwickler im Frontendbereich front- und backendseitigen Aufgaben betreue, erdachte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht – was mitunter daraus resultieren mag, dass dies bei Lichte besehen auch nicht meinem Begehren entspricht. Softwareentwicklung, diverse Werkzeuge sowie Tools und nicht zuletzt das auch privat pornös verschlungene DSL 150.000 stellen heutigentags jedoch reine Alltagsroutine dar.

Parallel trieb ich mit in summa voranschreitenden Sachkenntnissen mein kleines Websiteprojekt unerbittlich voran. Idee folgte auf Idee, Redesign auf Redesign. Gestartet als private Lobgesang-Profilseite entwickelte sich KronosNET über die Jahre hinweg hin zur quirligen, thematisch nahezu alle nichtigen Bereiche abdeckenden Artikelplattform mit gleich mehreren freiwilligen Opf… Autoren aus dem näheren sowie ferneren Freundeskreis. Zwei der damaligen Mitautoren verstarben zwischenzeitlich, und es ist ein zugegebenermaßen recht seltsames Gefühl, deren Niederschriften dieser Tage nach wie vor unter ihrem ehemaligen Nickname auffinden und verschlingen zu dürfen. Legendär war der enorme Pennergame-Ansturm in den Jahren 2008 sowie 2009, hervorgerufen durch Auflistung aller innerhalb dieses grenzdebilen Browsergames freischaltbaren Items und Erfolgen [siehe auch]. Hunderttausende Hobbypenner stürmten das Blog, verfassten Kommentare en masse, diskutierten, stritten und warben mehr oder minder kreativ für ihre eigene familiäre Pennerbande. KronosNET war ein Pennerspielplatz – und die Penner waren KronosNET. Rückblickend betrachtet eine äußerst skurril anmutend Webphase.

Und dann gab der März 2010 seinen Einstand: Über Nacht hinweg wurde KronosNET impulsiv eingestampft und alle eingehenden Anfragen per htaccess Redirect auf www.google.de weitergeleitet. Besucher, Autoren und PageRank standen kommentarlos vor verschlossenen Pforten und wandten sich letzten Endes enttäuschter Miene und hängender Schultern traurig von dannen. Ich beging Selbstmord – und vernichtete vorangehend all diejenigen virtuellen Dinge, welche mir lieb und teuer waren. Doch ich hatte (bares Glück || immenses Pech) und überlebte wie durch ein Wunder. Erst geraume Zeit später nahm ich die aus SEO-technischer Sicht geradezu unsägliche Weiterleitung wieder heraus, verschob das alte KronosNET eines frisch abgefertigten Stricherjungen gleich undankbar in die latente Subdomain archiv.kronos-net.de – womit das berüchtigte Rote Archiv geboren ward – und startete zugleich ein inhaltlich deutlich andersartig ausgerichtetes, neues KronosNET. Das Blog wurde wieder privat und fungierte fortan als digitales Tagebuch meiner selbst respektive persönlicher Sicherung meines künftigen digitalen Erbes (ha, nimm dies, NSA!)

Erneut gaben sich Designs gegenseitig die Klinke in die Hand, stümperhafte Ideen folgten auf miserable Einfälle; wenngleich für einen deutlich beschränkteren Leserkreis. Letzteres selbstredend von der Masse her gemessen, versteht sich. Ich schrieb. Und schrieb. Und schrieb. Und greife auch heute noch auf krony.de zur flaumweichen Feder; ebenjener hassgeliebten Domain, unter welcher mein eigenes Blog und damit meine eigene Persönlichkeit allen Menschen offen zur schau steht. Mal exzessiv leidenschaftlich, mal ernüchternd spärlich, mal unbegreifbar tiefgründig, mal ohne Grenzen lustlos – und gerne auch mal erschreckend seicht. Auch KronosNET entstieg der roten Versenkung, erlebte eine Wiedergeburt unter der herkömmlichen Domain www.kronos-net.de – und steht dort nun genauso strahlend stramm und unverändert starr parat wie einst schon Anfang 2010.

Lange Rede, gar kein Sinn: Nachfolgend findest du einen unkommentierten Überblick über die vergangenen Unfälle respektive Designs dieser Website hier, von den ersten qualvollen Anfängen über pragmatische Zwischenstufen bis hin zum heutigen Erscheinungsbild. Ein kleines, aber herausstechendes Design fehlt mir allerdings in dieser Sammlung, so mit knorke Full-HD-Vorschaubildern, edlen Serifenschriften und anderen dufte Widgets. Dieses ward einfach nicht mehr aufzufinden und scheint daher für immer und ewig verloren zu sein in den schier unendlichen Gedächtnissphären dieses neumodernen Internetzes. Für Vollbildansichten einfach mittig ins Bild hinein via Rechtsklick „Bild im neuen Tab öffnen“ anwählen.

(D)evolution of krony.de

Permalink: http://🏳️‍🌈.ws/7333

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